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Wenn der Luftraum schließt, schlägt die Stunde der Geschäftsreisebüros

Die jüngsten Sperrungen des Luftraums und der Ausfall unzähliger Flüge im Nahen und Mittleren Osten haben einmal gezeigt, wie schnell geopolitische Krisen den internationalen Luftverkehr aus dem Takt bringen können.

|  Alexander Albert, Vorsitzender des DRV-Ausschusses Business Travel (c) BCD Travel Germany

Innerhalb weniger Stunden führten der Iran-Krieg und seine dramatischen Folgen dazu, dass Tausende Geschäftsreisende weltweit ihre geplanten Flüge nicht mehr antreten konnten. Die einen kamen nicht mehr an ihr Ziel, die anderen nicht mehr nach Hause zurück. Für die Unternehmen wurde damit sichtbar, wie verletzlich die globale Mobilität geworden ist – und welchen entscheidenden Unterschied professionelle Geschäftsreisebüros in solchen Situationen machen.

„Geschäftsreisebüros sind heute weit mehr sind als reine Buchungsstellen. Sie fungieren als strategische Schutzinstanz, die Unternehmen in unsicheren Zeiten handlungsfähig hält“, betont Alexander Albert, Geschäftsführer von BCD Travel Germany und Vorsitzender des Business Travel-Ausschusses im DRV, in einer Presseaussendung.

Sobald sich die Lagebilder verändern, würden die Teams der Travel Management Companies alternative Routen entwickeln, Umsteigemöglichkeiten prüfen und Verbindungen abseits der üblichen Hubs identifizieren, so Albert: „Parallel bewerten sie die Sicherheitslage, stehen im kontinuierlichen Austausch mit den Airlines und formulieren belastbare Empfehlungen. Häufig organisieren sie Umbuchungen oder Rückholungen, bevor die Reisenden selbst von einer Verschärfung der Situation erfahren“.

Nähe schafft Sicherheit

Neben der operativen Krisensteuerung spielt dabei der menschliche Faktor eine entscheidende Rolle: Geschäftsreisen seien immer auch persönliche Situationen - geprägt von individuellen Bedürfnissen und Abhängigkeiten, weiß der BCD-Experte: „Professionelle Geschäftsreisebüros kennen Unternehmensrichtlinien, interne Entscheidungswege und die Risikobereitschaft des Managements. Diese Nähe ermöglicht schnelle, passgenaue Entscheidungen und schafft Sicherheit, wo Hotlines oder Chatbots an Grenzen stoßen“.

Gerade im Krisenfall zeige sich, wie wichtig vertraute Ansprechpartner sind: Sie koordinieren mit Airlines, Hotels, Behörden, Travel Management, HR und Sicherheitsabteilungen. Darüber hinaus beziehen sie auch persönliche und familiäre Aspekte der Reisenden ein – von Betreuungsverpflichtungen bis hin zu gesundheitlichen Faktoren – und unterstützen die Unternehmen bei der Frage, ob Weiterreise, Verzögerung oder Abbruch sinnvoll ist.

„Die aktuellen Störungen verdeutlichen, dass effektives Geschäftsreisemanagement aus zwei Säulen besteht - professioneller Krisenreaktion und persönlicher Betreuung“, sagt Alexander Albert: „In einer Zeit, in der globale Beweglichkeit zunehmend unter Druck gerät, übernehmen Geschäftsreisebüros damit eine zentrale Rolle: Sie sichern Orientierung, Stabilität und Schutz – und halten Unternehmen und ihre Mitarbeitenden auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig.“ (red)





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